Das expressionistische Jahrzehnt zwischen 1910 und 1920 traf deutsche Kunst und Dichtung wie ein Kometenhagel in dunkler Nacht. Walter Rheiner war einer der besonders glühenden Splitter jener Zeit. Sein ebenso intensives wie kurzes Leben steht exemplarisch für eine Künstler-Generation, die auf Messers Schneide jonglierend, dem Abgrund immer näher war als dem strahlenden Olymp. Einige wenige Namen von Lyrikern dieser Zeit, wie Else Lasker-Schüler oder Gottfried Benn, sind noch heute ein Begriff. Walter Rheiner indes zählt nicht dazu. Armut, Lebensangst und Drogensucht zerfraßen Walter Rheiners Leben wie Säure und doch gelang es ihm in kürzester Zeit ein Werk zu schaffen, das durch seine Intensität ein bis heute seltenes Beispiel gibt für Kunst als Lebensnotwendigkeit.

Kokain von Walter Rheiner

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